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Pattern (Seismik)

Filterwirkung eines Pattern. Quelle: HarbourDom GmbH

In der Seismik entspricht der Fachbegriff Pattern dem Begriff ‚Gruppe’, z.B. als Geofongruppe oder Vibratorgruppe. Wobei die Gruppe in einer bestimmten Figur ausgelegt wird. Der Zusammenschluss der Elemente eines Patterns wird auch als ‚Bündelung’ bezeichnet.

In der Seismik werden Pattern nicht nur verwendet, um auf der Quell- und Empfängerseite eine höhere Redundanz zu haben, so dass z. B. defekte oder schlecht angekoppelte Geofone nicht so ins Gewicht fallen, sondern es wird durch das Auslegen des Patterns in einer Bündelungsfigur auch ein Wellenlängenfilter realisiert. Da die Geophonabstände innerhab des Patterns oft um ein Vielfaches kleiner sind als die Abstände der Geophongruppen untereinander wird durch Oversampling ein Anti-Alias Filter realisiert.

Pattern können eindimensional oder zweidimensional sein. Da sich die Wirkungen der Quellpattern und Geofonpattern überlagern (addieren) kann ein zweidimensionales Pattern aus einem eindimensionalen Quellpattern (Vibratorgruppe) und einem eindimensionalen Geofonpattern realisiert werden wobei diese beiden Pattern dann nicht kolinear sein dürfen.

Die Anordnung der Element eines Pattern kann vielfältig sein und mathematisch optimiert werden. Hierzu werden üblicherweise Tscherbyschef-Polynome  verwendet.