Die Play-Fairway-Analyse bezeichnet eine Art von Karte, die in der Exploration verwendet wird. Dabei werden regionale geologische Trends, die für die Exploration eines bestimmten Plays relevant sind, als Polygone auf einer Karte dargestellt. Der Zweck dieser Karte besteht darin, die wichtigsten 'Fairways' oder Bereiche visuell darzustellen, in denen das jeweilige Play voraussichtlich erfolgreich sein wird und zusätzliche Explorationsarbeiten in kleinerem Maßstab erforderlich sind. Ein wichtiger Teil der Karte besteht oft darin, welche Bereiche außerhalb des Fairways liegen und keine weitere Exploration erfordern. Das Konzept wird in verschiedenen Explorationsarten verwendet, einschließlich der Kohlenwasserstoff- und Geothermie-Exploration.
Die Geothermal Play Fairway Analysis (GPFA) ist eine Explorationsmethode, die von der Öl- und Gasindustrie übernommen wurde, um vielversprechende Gebiete für die geothermische Erschließung zu identifizieren. Der Hauptzweck von GPFA besteht darin, das Explorationsrisiko zu reduzieren und die Erfolgsrate von Bohrungen zu erhöhen, insbesondere für 'blinde' geothermische Systeme, die keine offensichtlichen Oberflächenausdrücke wie heiße Quellen oder Geysire aufweisen.
GPFA ist ein datengesteuerter Prozess, der sich in der Regel von einer regionalen Skala zu einer fokussierteren Skala auf Interessentenebene bewegt. Zu den allgemeinen Schritten gehören
Es wird ein breites Spektrum an geowissenschaftlichen Daten gesammelt und zusammengestellt. Dies kann beinhalten:
Für jedes der kritischen Risikoelemente (Wärme, Durchlässigkeit und Flüssigkeit) wird eine separate "Common Risk Segment" (CRS)-Karte erstellt. Dies beinhaltet:
Die einzelnen CRS-Karten werden dann 'zusammengesetzt' oder gestapelt, um eine einzige 'Composite Common Risk Segment' (CCRS)-Karte zu erstellen. Diese letzte Karte hebt visuell die Gebiete hervor, in denen sich alle drei Schlüsselelemente am ehesten überlappen und die höchste Wahrscheinlichkeit für einen Bohrerfolg darstellen.
Die Geothermal Play Fairway Analysis (PFA) wurde von der PFA der Erdölindustrie als systematische Risikominimierungsmethode adaptiert. Sie integriert quantitative geowissenschaftliche Daten, um potenzielle geothermische Trends in verschiedenen Größenordnungen für die weitere Exploration zu identifizieren. Der Einsatz von PFA in der geothermischen Exploration kann Unsicherheiten quantifizieren und reduzieren, die Erfolgsraten von Explorationsbohrungen verbessern und neue Gebiete für die Entwicklung erschließen.
Diese Methode eignet sich besonders für die Lokalisierung und Qualifizierung verdeckter hydrothermaler Systeme ohne Oberflächenexpression, da die Suche nach diesen Systemen traditionell sehr zeit- und ressourcenintensiv ist. Da PFA eine Datenkartierungstechnik ist, die günstige Schnittpunkte von Wärme, Permeabilität und Fluid identifiziert, ist eine Oberflächenexpression für die Identifizierung einer geothermischen Ressource nicht erforderlich.
Die Anwendung von PFA im Explorationsprozess kann die Gesamtkosten der Exploration senken und so die Finanzierung von Bohrungen verbessern.
Das Geothermal Technologies Office (U.S. DOE GTO) des US-Energieministeriums finanzierte elf Projekte zur Entwicklung und Erprobung geothermischer PFA-Ansätze, von denen fünf schließlich in die Bohrphase übergingen.
Die PFA-Projekte umfassten drei Phasen:
Die Projekte führten zur Identifizierung unentdeckter Geothermiestandorte und potenzieller Gebiete für weitere Analysen und lieferten auch direkte Informationen für mehrere bundesstaatliche Nominierungen für Geothermiepachtverträge. Bisher hat das NREL eng mit dem PFA-Team zusammengearbeitet, um den GDR-Einreichungsprozess zu unterstützen. NREL unterstützte das PFA-Projekt zudem durch die Synthese und Analyse der Ergebnisse jedes Projekts im Rahmen des laufenden PFA-Retrospektivprojekts, wie in den GDR-Einreichungen 1276 und 1278 dokumentiert. Die Retrospektive wurde vom DOE GTO finanziert, um Kennzahlen zur Messung und Bewertung von Explorationswissen zu evaluieren, die Auswirkungen der elf PFA-Projekte zu ermitteln, verbleibende Datenlücken und öffentlich verfügbares nationales Explorationswissen zu bewerten, die typischen Merkmale eines Geothermieprojekts im Rahmen eines PFA-Best-Practice-Berichts zu definieren und optimierte PFA-Tools mit kombinierten Techniken aus allen elf PFA-Projekten zu entwickeln. Dieses Projekt umfasst außerdem einen PFA-Workshop, der die PFA-PIs sowie interessierte Mitglieder der internationalen Geothermie-Community zusammenbringt, um Erkenntnisse und gewonnene Erkenntnisse zu diskutieren.
Teilweise Gemini, überarbeitet
Hinz NH, Coolbaugh M, Faulds JE, Shevenell L, Stelling P. Regional Quantitative Play Fairway Analysis: Methodology global examples and applications for the east African Rift System. In Proceedings. 6th African Rift Geothermal Congress. 2016.
Holmes RC, Fournier A. Machine learning-enhanced play fairway analysis for uncertainty characterization and decision support in geothermal exploration. Energies. 2022. https://doi.org/10.3390/en15051929.
Weitere Literatur siehe:
zuletzt bearbeitet September 2025, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de