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PlayType - Forschungsvorhaben

Auf der Suche nach dem Play Type. Quelle: LIAG

Das Projekt PlayType befasst sich mit der Katalogisierung geothermischer Provinzen nach dem Konzept der Fündigkeitstypen (play type; Moeck 2014) zum wirtschaftlichen Ausbau und zur Internationalisierung der deutschen Geothermie.

Steckbrief

Programm/ Zuschussgeber

BMWi

Akronym

PlayType

Titel/ Thema

Katalogisierung geothermischer Provinzen nach dem Konzept der Fündigkeitstypen

Identifikation/ Zuwendungsnummer

0324210

Durchführungszeitraum

2017-08-01  –  2020-07-31 

Geschätzte Kosten/ Zuwendungsbetrag

1.046.490 EURO

Sonstiges

 

Forschungsschwerpunkte

In dem Forschungsvorhaben sollen die deutschen geothermischen Ressourcen nach dem international anerkannten Fündigkeitstypen-Konzept (Play-Type-Konzept) von Moeck (2014) untersucht, das Konzept verifiziert und die Ressourcen letztlich klassifiziert werden. Das Play-Type-Konzept beruht auf der Einteilung nach Wärmetransportmechanismen und geologischen Einflussfaktoren auf die Reservoirqualität. So können ähnliche geologische Strukturen von geothermischen Feldern verglichen und einem Fündigkeitstyp zugeordnet werden. In dem Verbundvorhaben sollen die drei großen deutschen geothermischen Provinzen Oberrheingraben, Norddeutsches Becken und Süddeutsches Molassebecken auf ihren Wärmetransportmechanismus hin modelltechnisch untersucht, nach dem Play-Type-Konzept eingeordnet und mit weltweiten Analoga verglichen werden. Gleichzeitig wird damit das Play-Type-Konzept verifiziert und validiert. Diese Arbeiten sollen in dem weltweit ersten nationalen Play-Type-Atlas synthetisiert werden, der durch die Implementierung in das deutsche Geothermische Informationssystem GeotIS allgemein zugänglich gemacht werden soll. Die Ergebnisse des Projektes legen damit den Grundstein für eine systematische, globalisierungsfähige Methodik zur Charakterisierung, Klassifizierung und Potentialeinschätzung geothermischer Ressourcen.

Gesamtziel des Verbundvorhabens ist die Einteilung der deutschen geothermischen Ressourcen nach international anwendbaren Kriterien. Bislang fehlt diese Einteilung mit der Folgewirkung der unklaren Definition der flachen, mitteltiefen und tiefen Geothermie, die eher auf die Erschließung und die Größe einer Bohranlage und damit Bohrkosten abzielt als auf die Ressource selbst. Eine Bewertung von geothermischen Ressourcen ist damit genauso wenig gegeben wie der Vergleich von Lernkurven innerhalb eines Lagerstättentyps.

Teilvorhaben

Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) - Sektion S4: Geothermik und Informationssysteme, Hannover, Niedersachsen, Vorlandbecken, Extensionszonen und Play-Type-Atlas.

  • Erarbeitung des Play Types Extensionsgebiete am Beispiel Oberrheingraben/Trebur ' Ostafrikanischer Graben/Mbaka;
  • (Erarbeitung des Play Types Vorlandbecken am Beispiel des Süddeutschen Molassebeckens im Vergleich zum Alberta Becken Kanadas;
  • Dissemination des neuen Play Type Konzepts;
  • Verifizierung der Play Type Kategorien mit dem assoziierten Projektpartner Storengy als mögliche global agierende Anwenderin der Play Types;
  • Implementierung des ersten play type Atlas in GeotIS.

Hochschule Bochum - Internationales Geothermiezentrum, Bochum, Nordrhein-Westfalen, Intrakratonale Becken im Europäischen Vergleich.

  1. Erarbeitung des Play Types Intrakratonale Becken am Beispiel des Norddeutschen Beckens im Vergleich mit dem Pariser Becken in Zusammenarbeit mit Storengy;
  2. Herleitung von neuen thermischen Modellen für das Norddeutsche Becken zur besseren Identifikation von thermischen Anomalien,
  3. Erstellung eines Explorationsleitfadens für den Play Type Intrakratonale Becken.

Kooperationspartner

  • Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) - Sektion S4: Geothermik und Informationssysteme, Hannover
  • Hochschule Bochum - Internationales Geothermiezentrum, Bochum
  • Associiert: Storengy

Weblink

https://www.enargus.de/pub/bscw.cgi/26?op=enargus.eps2&m=0&v=10&p=0&s=0&q=0324210

zuletzt bearbitet März 2020