Die Plug-and-Perf-Technologie (PnP) ist das heute am weitesten verbreitete Verfahren zur Stimulation von unkonventionellen Öl- und Gasvorkommen (insbesondere Schiefergas). Es handelt sich dabei um ein mehrstufiges Verfahren zur hydraulischen Frakturierung (Fracking) in horizontalen Bohrlöchern.
Hier ist eine kompakte Übersicht über die Funktionsweise, die Komponenten und die Vorteile:
Das Ziel ist es, ein kilometerlanges horizontales Bohrloch in Abschnitten (Stages) zu stimulieren. Der Prozess arbeitet sich vom Ende des Bohrlochs (Toe) zum Anfang (Heel) vor:
Komponente | Funktion |
Frac Plugs | Isolieren die bereits behandelten Zonen vom hohen Druck des nächsten Frack-Vorgangs. |
Composite Plugs | Bestehen aus Verbundwerkstoffen und werden am Ende mit einem Bohrer (Mill) zerkleinert. |
Dissolvable Plugs | Moderne Variante: Diese Plugs lösen sich nach einiger Zeit von selbst auf, was Zeit und Kosten für das Ausbohren spart. |
Perf Guns | Trägersysteme für die Sprengladungen, die oft in Clustern angeordnet sind, um mehrere Risse gleichzeitig zu initiieren. |
Der größte Nachteil der klassischen Methode ist die Notwendigkeit, die Plugs nach Abschluss aller Frack-Vorgänge wieder auszubohren ("Mill-out"), was teures Equipment (Coiled Tubing) erfordert. Daher geht der Trend massiv hin zu selbstauflösenden Plugs (Dissolvables).
Auch in der Geothermie ist Plug and Perf die heute übliche Methode bei der multi dstage Stimulation
Teilweise Gemini, überarbeitet
Zu Literatur siehe:
zuletzt bearbeitet Dezember 2025, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de