Künstliche, im Untergrund meist durch hydraulic fracturing erzeugte, Risse schließen sich möglicherweise wieder, wenn der Druck abgelassen wird. Damit sie offen bleiben, kann ein Stützmittel oder Proppant eingespült werden. Dies kann beispielsweise Sand oder beschichteter Sand sein. Häufig werden aber Keramikkügelchen oder gesinterter Bauxit verwendet.
Wichtig, um eine ausreichende Permeabilität zu erreichen ist die Korngrößenverteilung der Proppants. Größere Körner ergeben eine größere Permeabilität, haben aber eine geringere Festigkeit, so dass sie bei hohen Schließdrücken zertsört werden.
Stützmittel, im Englischen als Proppants bezeichnet (von to prop open – offenhalten), sind ein entscheidender Faktor für die Produktivität einer Fracking-Bohrung. Ohne sie würden sich die durch den Hochdruck erzeugten Risse im Gestein sofort wieder schließen, sobald der Pumpdruck nachlässt.
Wenn das Frackfluid in das Gestein gepresst wird, entstehen Risse. Die Proppants werden in der letzten Phase des Einpressvorgangs beigemischt. Sie setzen sich in den Rissen ab und fungieren wie winzige Pfeiler.
Je nach Tiefe der Bohrung und dem dort herrschenden Druck kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz:
Die Auswahl des richtigen Proppants ist eine komplexe Ingenieursleistung. Folgende Parameter werden im Labor getestet:
Ein oft unterschätzter Aspekt ist die schiere Menge: Pro Bohrloch können mehrere tausend Tonnen Sand benötigt werden. Dies führt zu einer erheblichen Verkehrsbelastung durch LKW-Transporte in den Fördergebieten.
Zudem gibt es gesundheitliche Bedenken hinsichtlich des Quarzstaubs beim Umschlag des Sandes an der Erdoberfläche. Für die Arbeiter vor Ort sind daher strenge Atemschutzmaßnahmen und Staubunterdrückungssysteme vorgeschrieben, um Silikose (Staublunge) zu verhindern.
In der Geothermie werden keine Proppants eingesetzt. Werden in der petrothermalen Geothermie im Festgestein Klüfte geöffnet, so findet an diesen eine Scherbewegung statt. Aufgrund der Festigkeit des Gesteins schließen sich die Klüfte bei Druckablass nicht vollständig.
Voraussetzung für diesen in der petrothermalen Geothermie genutzen 'self- propping-effect' ist:
Teilweise Gemini, überarbeitet
http://www.glossary.oilfield.slb.com/Display.cfm?Term=proppant
Zu Literatur siehe:
zuletzt bearbeitet April 2026, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de