Pseudomorphose ist ein Begriff aus der Mineralogie und bezeichnet ein Mineral, das nicht seine typische Eigengestalt zeigt, sondern die äußere Form bzw. das Kristallsystem einer anderen Mineralart angenommen hat.
Pseudomorphosen entstehen beispielsweise dadurch, dass zuerst Mineral A in einem Gestein kristallisiert, später weggelöst wird und der Hohlraum durch Mineral B verfüllt wird. Dies kann zum Beispiel in Störungszonen oder Klüften im Gestein geschehen.
Andere häufige Pseudomorphosen sind beispielsweise Quarz nach Calcit (Kalkspat) oder Calcit nach Aragonit. Sehr häufig sind auch sogenannte Perimorphosen, wo sich Minerale wie ein Teppich oder eine Kruste über andere Minerale legen ("Umwachsung").
Der Begriff Pseudomorphose ist ein Überbegriff für:
Während die ersten beiden Untergliederungen chemisch geschlossene System darstellen, bei denen kein Stoffaustausch mit der Umgebung stattfindet, entstehen die letzten beiden Untergliederungen in chemisch offenen Systemen, in denen das ursprüngliche Mineral A in unterschiedlichem Umfang und Richtung Stoffe mit der Umgebung austauscht. Obwohl Entmischungspseudomorphosen und Paramorphosen im Mineralreich recht häufig vorkommen, versteht der Mineraliensammler unter dem allgemeinen Begriff "Pseudomorphose" in erster Linie Verdrängungs-Pseudomorphosen (engl. replacement pseudomorphs).
https://de.wikipedia.org/wiki/Pseudomorphose
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Pseudomorphose?redirectfrom=pseudomorph&memberid=
Zu Literatur siehe:
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