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Quelle, heiße

Heisse Quelle im Yellowstone Nationalpark. Quelle: Endrich

Eine Quelle ist ein Ort, wo dauerhaft oder zeitweise aus Niederschlägen gespeistes Grundwasser auf natürliche Weise austritt. In seltenen Fällen entstammt das Wasser tieferen Teilen des Erdinneren (juveniles Wasser).

Gewöhnlich entspricht die Wassertemperatur einer Quelle der örtlichen, mittleren Jahrestemperatur der Luft und ist im jahreszeitlichen Verlauf konstant. In Mitteleuropa liegt die Temperatur dann etwa bei 6 bis 10 °C, in tropischen Gebieten bei 20 bis 25 °C. Liegt der speisende Grundwasserleiter weniger als 20 Meter tief, kann es zu geringen jahreszeitlichen Schwankungen der Quelltemperatur kommen.

  • Akratopegen: Quellen, deren Temperatur der mittleren örtlichen Jahrestemperatur entspricht.
  • Akratothermen: Quellen, deren Wassertemperatur über der mittleren Jahrestemperatur der Luft liegt (Thermalquellen).

Eine Thermalquelle ist eine hydrothermale Quelle, bei der Wasser austritt, das signifikant wärmer ist als das umgebende Grundwasser. Gemäß den Begriffsbestimmungen werden in Deutschland Grundwässer als Thermalwasser bezeichnet, wenn ihre Temperatur am Austrittsort mehr als 20 °C beträgt. Eine Thermalquelle ist grundsätzlich ein geothermisches Phänomen.

Bedeutung für die Geothermie

In der Geothermie sind Thermalquellen ein wichtiger obertägiger Indikator (Manifestation) für tiefer liegende geothermische Ressourcen.

Literatur

Faulds JE, Coolbaugh MF, Benoit D, Oppliger G, Perkins M, Moeck I, Drakos P. : Structural controls of geothermal activity in the Northern Hot Springs Mountains, Western Nevada: The Tale of three geothermal systems (Brady’s, Desert Peak, and Desert Queen). . In: GRC Transactions Nummer 34 (2010), S. 675-384?

Kasonta, A. S.: Self potential, resistivity and gravity surveys of Naike hot springs area, Huntly, New Zealand. Geothermal Project Report No. 88.14, Library, University of Auckland, 71 pp. , 1984

Kasonta, A. S.: Self potential, resistivity and gravity surveys of Naike hot springs area, Huntly, New Zealand. Geothermal Project Report No. 88.14, Library, University of Auckland, 71 pp. , 1984

Liu, Y., et al.: Hydrochemical characteristics and genesis analysis of the Jifei hot spring in Yunnan, SW China. In: Geothermics Nummer 53 (2015), S. 38-45

Shiratoi, K., : The variation of radon activity of hot springs. In: Science reports of the Tohoku Imperial University, Nummer ser. III (1927), S. 614-621

Siswojo, S., Kasonta, A. S., and Hochstein, M. P.: Naike hot springs: a hot spring system (North Island, New Zealand): . In: Proceedings of the 7th NZ Geothermal Workshop (1985), S. 181-187

Sudarman, S.: A DC resistivity survey of Miranda hot springs area. In: Proceedings of the 4th NZ Geothermal Workshop (1982), S. 433–438

Weitere Literatur unter Literaturdatenbank und/ oder Konferenzdatenbank.