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RJD - radial jet drilling

Radial jet drilling (RJD) ist eine Alternative zu anderen Stimulationsmethoden, wie hydraulische, chemische oder thermische Stimulation. Auch RJD kann zu niedrige Produktion geothermischer Bohrungen verbessern. RJD nutzt Hochdruck-Wasserstrahlen zur Gesteinszerstörung beim Bohren.

Die Entwicklung von RJD begann um 1950 mit Labor- und Feldtests, später auch mit numerischer Simulation. Ziel ist die Erzeugung einer größeren Zahl kurzer Horizontalbohrungen (radials) von einer Vertikalbohrung aus. Die Radiale haben 0,5 - 1 Zoll Durchmesser und sind meist 30 - 100 m lang. Da die Abstände der Bohrungsansatzpunkte nur einige cm sein müssen, können diese in großer Zahl gebohrt werden.

Die Radiale erhöhen die wirksame Bohrlochoberfläche um ein Vielfaches. Sie durchörtern die Bruchzone in Bohrlochnähe. Sie können permeable Bereiche, wie Störungen, Karsthohlräume oder Ähnliches, an die Bohrung anschließen.

Berichtet wird, dass die Produktivität um 200 - 400 % verbessert werden konnte.

Literatur

Dickinson, W. & Dickinson, R. Horizontal Radial Drilling System SPE California Regional Meeting, 27-29 March, Bakersfield, California, 1985

Dickinson, W.; Dykstra, H.; Nees, J. & Dickinson, E. The Ultrashort Radius Radial System Applied to Thermal Recovery of Heavy Oil SPE Western Regional Meeting, 30 March-1 April, Bakersfield, California, Society of Petroleum Engineers, 1992

Dickinson, W.; Dykstra, H.; Nordlund, R. & Dickinson, W. Coiled-Tubing Radials Placed by Water-Jet Drilling: Field Results, Theory, and Practice SPE Annual Technical Conference and Exhibition, 3-6 October, Houston, Texas, Society of Petroleum Engineers, 1993

Ragab, A. M. S., Improving well productivity in an Egyptian oil field using radial drilling technique, Journal of Petroleum and Gas Engineering, 2013