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Schlauchsonde

Prinzip einer Schlauchsonde. Quelle: GZB

Eine Schlauchsonde oder Packersonde ist eine Erdwärmesonde, die aus blähfähigem Schlauch (meist in Koaxform) aufgebaut ist. Eine Verfüllung des Ringraums ist nicht nötig, da die Schlauchsonde selbstabdichtend ist. Negative Frost-Tau Wechelwirkungen sind ausgeschlossen.

Vorteile

Die Schlauchsonde hat, eine ganze Reihe von grundsätzlichen Vorteilen gegenüber Rohrsystemen:

  • Sie nutzt den Bohrlochquerschnitt zu 100 % aus und hat somit bis zu 30% höhere Entzugsleistungen.
  • Es verbleibt kein ungenutzter Bohrlochquerschnitt (Ringraum) der verfüllt werden müsste. Eine Zementation entfällt.
  • Eine Sicherung gegen Fluidaustausch zwischen Aquiferen ist durch die Packerwirkung langfristig garantiert.
  • Das System kann gewartet oder auch erneuert werden, da die Sonden (nach Fluidaustausch) gezogen werden können.
  • Die verwendeten Schläuche oder auch vorkonfektionierten Sonden lassen sich (aufgerollt) enger packen und wesentlich leichter und kostengünstiger transportieren als Rohre.
  • Der Einbau ist wegen der Flexibilität des Systems einfacher und kostengünstiger.

Totz der angegebenen Vorteile sind Schlauchsonden noch nicht zum Routineeinsatz gekommen. Ein Grund hierzu mögen die überbordenden Regulierungen sein, die die Verwirklichung innovativer Vorstellungen generell erschweren.

Literatur

Eicker, T., Rueter, H.: Die Schlauchsonde, eine neue Technologie für oberflächennahe Erdwärmesonden. In: GTE Nummer 80 (2014), S. 20-22 

Eicker, T., Rüter, H.: Schlauchsonde - neue Technologie für oberflächennahe Erdwärmesonden. In: bi-Umwelt Nummer 6 (2014), S. 46-47

Eicker, T., Rueter, H.:Abschlussberich„Schlauchsonde“ (En/3066AB)

zuletzt bearbeitet Februar 2022, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de