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Schwerin - Geothermieanlage

Die Stadtwerke Schwerin verfügen über ein gut ausgebautes Fernwärmenetz in der Stadt. So ist die Nutzung der Erdwärme ein konsequenter Schritt in Richtung nachhaltiger und klimafreundlicher Energiegewinnung. Das geplante Geothermie-Vorhaben Schwerin-Lankow symbolisiert auch die übergeordneten Ziele der Stadtwerk Schwerin, in Zukunft immer weniger auf fossile Energieträger angewiesen zu sein und sich von den Preisentwicklungen des Gasmarktes unabhängiger zu machen.

Steckbrief

Name der Anlage

Schwerin- Lankow

Standort

Schwerin - Lankow

Eigentümer/ Betreiber

Stadtwerke Schwerin

Nutzungsart

Hydrothermale Dublette

Jahr der Inbetriebnahme

 

Leistung thermisch [MWth]

 

Leistung elektrisch [MWel]

 

Bohrungen [m]

Förderbohrung 1296m

Thermalwassertemperaturen [⁰C]

56

Förderraten [kg/s]

55

Sonstiges

 

Beschreibung der Anlage

Die geologischen Verhältnisse am Standort in Lankow entsprechen denen in der gesamten Region. Untersuchungen zufolge wird in einer Tiefe von etwa 1.200 Meter zirka 50 Grad Celsius heißes Wasser erwartet. Für die Wärmegewinnung wird diese sogenannte Sole mithilfe einer Pumpe an die Oberfläche befördert.

Die geothermische Energie wird dann durch einen Wärmeübertrager ausgekoppelt und in einem ersten Schritt mittels Wärmepumpen auf cirka 70 Grad Celsius erhitzt. Bevor es für die Fernwärme aber in die Haushalte geht, muss sie noch ein zweites Mal erhöht werden - je nach Jahreszeit und Bedarf auf 80 bis 130 Grad Celsius. Diese zweite Erhitzung erfolgt im Heizkraftwerk Lankow. Das abgekühlte Thermalwasser wird wieder der gleichen Gesteinsschicht zugeführt, sodass ein geschlossener Kreislauf entsteht.

Die Fakten und Vorteile

  • Erdwärme ist eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle, die unabhängig von Klima oder Jahreszeit gewonnen werden kann
  • optimale Ausnutzung der geothermischen Energie, da das Fernwärmenetz in Schwerin sehr gut ausgebaut ist
  • die Stadtwerke sind unabhängiger von volatilen Preisentwicklungen an den Gasmärkten
  • es werden zwei Bohrungen bis auf eine Tiefe von cirka 1.200 Metern abgeteuft (eine Förder- und eine Injektionsbohrung)
  • gefördert wird cirka 50 Grad Celsius heißes Thermalwasser
  • bedeutsamer Meilenstein auf dem Weg zur angestrebten CO2-Neutralität der Landeshauptstadt Schwerin bis 2050

Weblink

https://www.stadtwerke-schwerin.de/home/ueber_uns/geothermie/Tiefengeothermie-in-Schwerin-Lankow,swsr_id,786,swsr_inhalt_id,1685.html