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SCOPE bei Emissionen

Scopes der Emissionen:

GHG Protocol-Standards unterscheiden, ähnlich vergleichbaren Standards, weiter drei Bereiche sogenannte Scopes, denen Emissionen zugeordnet werden können:

  • Scope 1: alle direkten, d. h. aus Quellen innerhalb der Grenzen (eines Landses) stammenden, Emissionen
  • Scope 2: die indirekten Emissionen aus außerhalb erzeugtem und eingekauftem Strom, Dampf, Wärme und Kälte
  • Scope 3: alle sonstigen indirekten Emissionen, darunter die aus der Herstellung, Transport eingekaufter Güter oder Verteilung und Nutzung der eigenen Produkte oder der Entsorgung von Abfällen; auch Emissionen aufgrund von Geschäftsreisen gehören hierzu

Während das GHG Protocol seine Anwender zur Erfassung der Scope-1- und -2-Emissionen verpflichtet, ist Unternehmen die Erfassung der Scope-3-Emissionen freigestellt. Die Erfassung von Scope-3-Emissionen von Kommunen werden zum großen Teil nicht vom Standard abgedeckt.

Unterschiede der Betrachtungen sieht man z.B. am Land Norwegen, dass wegen seiner hohen Anteile der Eneuerbaren (Wasserkraft) am Primärenergieverbrauch als besonders umweltfreundlich gilt. Als größter Öl- und Gasproduzent Europas ist Norwegen aber auch einer der größten Umweltverschmutzer, man muss nur die CO2 -Emissionen der Verbrennung von Öl un Gas dem Förderland zuordnen und nicht dem Land in dem die Verbrennung stattfindet.

Ähnliches gilt für die Methanleckagen der Gaswirtschaft in Deutschland. Diese finden großteils ausserhalb Deutschlands statt, was Gas weniger klimaschädlich macht  als Kohle (man betrachtet nur das CO2!). Wird Scope 2,3 berücksichtigt ist Erdgas mindestens genauso klimaschädlich wie Kohle. Der vorschnelle Kohleausstieg gepaart mit einem Ausbau z.B. der Gaskraftwerke wird zum politischen Unsinn.

zuletzt bearbeitet April 2022, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de