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Seilkernbohrverfahren

Ablauf einer Seilkernbohrung. Quelle: Anger & Söhne

Das Seilkernbohrverfahren spielt eine essenzielle Rolle bei der genauen Lagerstättenerkundung. Durch dieses Verfahren können die geologischen Schichten genauestens untersucht werden.

Wie beim konventionellen Kernbohren kann ein kontinuierlicher Kern gewonnen werden. Der Kern wird mit einem Stahlseil geborgen, das mit einer Fangvorrichtung an das innere Kernrohr ankoppelt. Es ist also nötig:

  • ein äußeres Kernrohr
  • ein inneres Kernrohr
  • eine Fangvorrichtung
  • Ein Bergungsseil mit Winde

Hierbei werden hohe qualitative Ansprüche erfüllt. Internationaler Standard beim Seilkernen ist ein Kerndurchmesser von etwa 100 mm, es sind jedoch auch andere Maße realisierbar.

Das Seilkernbohrverfahren kommt auch zum Einsatz, wenn:

  • leichtflüchtige oder unter Druck stehende Stoffe als Teil des Kerns gefördert werden sollen
  • zusätzlich Preventer- und Überdrucktechnologien eingesetzt werden

Bedeutung in der Geothermie

Geothermiebohrungen werden meist nur, aus Kostengründen,  zu kleinen Teilen gekernt. Sollen jedoch Kerne gewonnen werden, ist das Seilkernen das bevorzugte Verfahren.

Literatur

Nielson, Dennis L. : Deep Wireline Coring in Geothermal Reservoirs , Geothermal Resources Council Transactions, 2001

Polk, Gene; Brown, Robert K : Differences in Mud Systems for Geothermal Production and Wire Line Coring Rigs , Geothermal Resources Council Transactions, 1991

Weblink

http://www.angers-soehne.com/?page_id=5138