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Seismograf

Innenleben eines Seismometers. Quelle: Hannes Grobe

Ein Seismograf bzw. -graph (griech.: σεισμος seismós "Erschütterung" und γράφω grapho "schreiben") oder Seismometer (griech.: μετρέω metréo "messen") ist ein Gerät, das Bodenerschütterungen von Erdbeben und anderen seismischen Wellen registrieren kann. Heute ist die Funktion der Signalerfassung und der Aufzeichnung technisch meist getrennt, so dass der Begriff Seismograf etwas veraltet anmutet. Die reine Datenerfassung wird durch den Begriff 'Seismometer' sicher besser abgebildet.

Ein Seismometer besteht im Prinzip aus einer in einer Federaufhängung gelagerten Masse. Während sich die Bodenbewegung auf des Gehäuse des Instrumentes überträgt, bleibt die Masse aufgrund ihrer Trägheit in Ruhe. Die Relativbewegung des Bodens kann damit als Längenänderung im Zeitverlauf (Seismogramm) gemessen werden. Je nach der Abtastung dieser Längenänderung kann ein Seismometer ein Schwingwegmessr, ein Schwinggeschwindigkeitsmesser oder ein Schwingbeschleunigungsmesser sein. Die Schwinggeschwindigkeitsmesser werden üblicherweise Geofone (Geophone) genannt. Schwingbeschleunigungsaufnehmer nennt man häufig nur Beschleunigungsaufnehmer oder Accelerometer. Gerade Beschleunigungsaufnehmer sind heute oft als Piezoaufnehmer realisiert.

Die gewonnen Analogsignale werden durchweg in Digitalssignale gewandelt (A/D Konversion). Dies geschieht oft schon im Seismometer selbst. Die Aufzeichung und Registrierung erfolgen ausschließlich digital. Dies hat die -graph- Funktion des Seismographen abgelöst.

Während in der Explorationsseismik, auch in der Geothermie, üblicherweise von Geofonen gesprochen wird, werden die Begriffe Seismograf oder Seismometer bei der seismischen Überwachung (Monitoring) verwendet.

Weblink

http://de.wikipedia.org/wiki/Seismograf