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Sekundärlagerstätte

Primäre und sekundäre Gaslagerstätten. Quelle: MagentaGreen.

Man nennt eine Lagerstätte, z.B. eine Gaslagerstätte Primärlagerstätte wenn der bergfreie Bodenschatz noch in dem Gestein gespeichert ist, in dem es gebildet wurde, es geht um ein Vorkommen im 'Muttergestein' (parent rock). Das Gegenteil dazu sind Sekundärlagerstätten, also Lagerstätten in denen der Rohstoff nicht entstanden sondern zugewandert ist. Im Bereich von Metallen werden diese oft Seifen genannt. Im Fall Erdgas erfolgt die Rohstoffwanderung in der Regel gravitativ nach oben. Sekundärlagerstätten (konventionelle Erdgaslagerstätten) bilden sich dann in "Fallen", wenn das Gas bei seiner Migration nach oben unterhalb undurchlässiger Schichten gefangen wird. Ein Großteil des Gases erreicht allerdingsts die Erdoberfläche und gast in die Atmosphäre aus.

Ein zweites Muttergestein für Erdgas sind Kohleflöze. Hier spricht man dann von ‚Kohleflözgas’ (coal bed methane, CBM). Die gespeicherte Gasmenge (pro Volumeneinheit) ist geringer und die Förderkosten sind höher als in „konventionellen“ Erdgaslagerstätten. Die Schiefergasförderung ist zudem technisch anspruchsvoller als die Förderung aus konventionellen Lagerstätten.

Bedeutung in der Geothermie

In der Geothermie hat die Unterscheidung zwischen primär und sekundär keine Bedeutung, da die Wärme nicht einer bestimmten Schicht dauerhaft zugeordnet ist.

zuletzt bearbeitet Februar 2021, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de