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Senkungszone

Der Begriff Senkungszone wird in der Geologie und im Bergbau verwendet, um ein Gebiet abzugrenzen, in dem natürliche oder anthropogen bedingte Senkungen der Erdoberfläche eingetreten sind oder aktuell eintreten. Jedwede Entnahme von Material (Volumen) aus dem Untergrund im Zuge bergbaulicher Tätigkeit führt zur Bergsenkungen und so in Summe zu einer Senkungszone.

Dies gilt für den traditionellen Tiefbau aber auch für Bohrlochbergbau auf Öl oder Gas. Während im deutsche Steinkohlenbergbau  Senkungen bis zu 16 Metern aufgetreten sind, bewegen sich die Senkungsbeträge  bei Öl und Gas im Dezimeterbereich.

Auch die Entnahme von Grundwasser in großen Mengen (Wassergewinnung) kann zu Bergsenkungen im Dezimeterbereich führen. Keine Bergsenkungen wurden über geothermalen Dubletten beobachtet wo ja Entnahme und Einspeisung im Gleichgewicht stehen und in räumlicher Nähe sind.

Das Gegenstück zu einer Senkungszone wäre eine Hebungszone, beispielsweise durch Fluideinpressen (ohne gleichzeitige Entnahme). Nicht zu verwechseln ist dies mit den Hebungen durch Mineralquellen, wie sie bei der Oberflächennahen Geothermie in Staufen aufgetreten sind. Dies hat dazu geführt, dass Staufen als einer der wenigen Unglücksfälle der Oberflächennahen Geothermie bekannt wurde.

Bergechtlich stehen Senkungsgebiete im Zusammenhang mit der Einwirkungszone, in der die Bergschadensvermutung gilt. Dies entspricht de facto einer Beweislastumkehr.