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Streichen und Fallen

Streichen und Fallen stehen stets senkrecht zueinander. Illustration an einer geneigten Schichtfläche. Quelle: TomCatX

Als Streichen bezeichnet man in der Geologie die räumliche Orientierung der Längsachse des Ausbisses eines Gesteinskörpers, beispielsweise einer Schicht oder Schichtenfolge von Sedimentgesteinen, wie er in einer geologischen Karte dargestellt ist. Des Weiteren wird auch die Orientierung der Längsachse einer morphologischen Vollform, beispielsweise eines Höhenzuges so bezeichnet. Die Angabe der Streichrichtung dient zudem zur genauen Definition der Raumlage geologischer Flächen, wie Schichtflächen und Begrenzungsflächen von Gesteins- und Mineralgängen (einschließlich bauwürdiger mineralischer Rohstoffe wie Flözen bzw. Erzgängen) sowie Verwerfungs-, Kluft-, und Schieferungsflächen, Foliation und Grenzflächen von Zonen gleichen Metamorphosegrads bei Kontaktmetamorphose

Als Fallen oder Einfallen bezeichnet man in der Geologie einen den zweiten der Parameter, die die Orientierung einer gegebenen geologischen Fläche (Planar) im Raum definieren. Der andere Parameter ist das Streichen.

Beim Fallen werden Fallwinkel und Fallrichtung unterschieden. Der Fallwinkel ist der Winkel zwischen der Horizontalebene und der steilsten Linie (Falllinie), die auf einem Planar angebracht werden kann. Der Fallwinkel definiert damit die Neigung des Planars. Die Richtung, in die die Falllinie, projiziert in die Horizontalebene, zeigt, ist die Fallrichtung. Sie gibt an, in welche Richtung sich das Planar neigt und liegt immer senkrecht zum Streichen. Zusammen mit der Streichrichtung ist durch den Fallwinkel die räumliche Orientierung eines beliebigen Planars eindeutig festgelegt.

Eine horizontale (söhlig liegende) Fläche hat den Fallwinkel 0, eine senkrechte (seiger stehende) Fläche hat keine Fallrichtung. 

Weblink

https://de.wikipedia.org/wiki/Streichen_(Geologie)

https://de.wikipedia.org/wiki/Fallen_(Geologie)