Strukturgeologie (lat. structura 'Bau‘) ist die Lehre vom Bau der Erdkruste, ein Zweig der analytischen Tektonik. Sie befasst sich mit den räumlichen Beziehungen der Gesteine zueinander und den in ihnen erkennbaren Deformationen. Die moderne Tektonik unterscheidet zwischen Strukturgeologie und Geodynamik. Während die Strukturgeologie allgemeine und spezielle räumliche Beziehungen der Gesteine im Bau der Erde analytisch untersucht, wie z. B. Falten, Brüche und Mineralgefüge in Gesteinen in lokalem und regionalem Maßstab, befasst sich die Geodynamik mit globalen tektonischen Zusammenhängen („Großtektonik“, siehe auch Gebirgsbildung oder Plattentektonik).
Allgemeine Erklärungen wie: Tektonische Modelle, Kräfte und Spannungen in Gesteinen, Bruch, Reibungsgleiten, Knickung und plastisches Versagen im Experiment, Gesteinsspannung und Porenwasserdruck in der Natur, Kinematik tektonischer Bewegungen.
Spezielle strukturgeologische Formen wie: Extensionsbrüche, Abschiebungen, Überschiebungen, Blattverschiebungen, Falten, Diapire, Deformationsmechanismen und Gesteinstexturen.
Die Strukturgeologie untersucht die dreidimensionalen Anordnungen von Gesteinen und die Deformationen (Verformungen), die diese Gesteine im Laufe der Erdgeschichte erfahren haben.
Das Hauptziel ist die Rekonstruktion der Deformationsgeschichte eines Gebiets, um Rückschlüsse auf die herrschenden tektonischen Prozesse ziehen zu können (wie Gebirgsbildung oder Plattentektonik).
Die moderne Tektonik unterscheidet oft zwischen:
Strukturgeologische Kenntnisse sind entscheidend für viele Bereiche der angewandten Geowissenschaften:
Auch in der Geothermie hat der strukturelle Bau des Gebirges, besonders innerhalb der genutzen Lagerstätte, eine herausragende Bedeutung. Er ist im Allgemeinen ein Ziel der Exploration.
Teilweise Gemnini, überarbeitet
https://de.wikipedia.org/wiki/Strukturgeologie
Zu Literatur siehe:
zuletzt bearbeitet November 2025, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de