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THERMOS - Forschungsvorhaben

Fernwärmenetz im Bau. Quelle: THERMOS.

Das grundsätzliche Ziel des THERMOS-Projekts ist es, Methoden, Daten und Werkzeuge bereitzustellen, mit denen eine hochwertige Wärmenetzplanung schnell und kostengünstig erreicht werden kann.

Mit THERMOS soll die Entwicklung neuer emissionsarmer Wärme- und Kältenetze in ganz Europa beschleunigt und eine schnellere Modernisierung, Sanierung und Erweiterung vorhandener Netze ermöglicht werden.

Steckbrief

Programm/ Zuschussgeber

EU, Horizon 2020

Akronym

THERMOS

Titel/ Thema

Optimierte Fernwärme- und Kälte Netzwerkplanung 

Identifikation/ Zuwendungsnummer

Grant Agreement Nr. 723636

Durchführungszeitraum

2016-2020

Geschätzte Kosten/ Zuwendungsbetrag

 

Sonstiges

 

Wesentliche Forschungsschwerpunkte

Zur Erreichung der Projektziele

  • wird eine moderne Modellierungsmethodik für adressbezogene Energiesystemkarten entwickelt
  • wird diese Methodik zur Erstellung von  Kartenmaterial für die am Projekt beteiligten Pilotstädte verwendet;
  • werden Modellierungsalgorithmen für die Analyse dieser Karten erstellt, um Planer bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen;
  • werden die entwickelte Methoden in vier THERMOS-Replikationsstädten getestet;
  • entwickelt THERMOS eine frei zugängliche, Open-Source-Software für die Verwendung durch lokale Behörden und weitere interessierte Parteien.

Derzeit (2020) befindet sich die Software selbst noch in der Entwicklung, sie soll jedoch Planer dabei unterstützen, die Möglichkeiten im Rahmen einer Netzplanung in beliebigen Regionen präzise, schnell und kostengünstig zu ermitteln.

Durch iterative Gestaltung und Weiterentwicklung der Methodik und der Modellierungsalgorithmen in Partnerschaft mit unseren Pilotstädten möchten wir, eine Software entwickeln, die unabhängig vom geografischen Maßstab, in dem sie eingesetzt wird, konsistente Ergebnisse liefern kann. Sie soll unkompliziert zu bedienen sein, sodass lokale Behörden auf einfache Art und Weise auf die Informationen zugreifen können. Gleichzeitig basiert die nutzerfreundliche Anwendung jedoch auf detaillierten Modellen, die für eine effiziente Netzplanung erforderlich sind.

Koopertionspartner

Viele Fachleute von Universitäten, lokalen und städtischen Behörden, Energie- und Umweltbehörden sowie spezialisierte Beratungsbüros aus Großbritannien, Spanien, Polen, Lettland, Dänemark, Deutschland, Portugal und Rumänien nehmen am THERMOS-Projekt teil. Das Projekt wird koordiniert vom Centre for Sustainable Energy.


Aalborg University (AAU) has been offering education and research in the fields of natural sciences, social sciences, humanities, technical sciences, and health sciences since 1974. AAU is a dynamic and innovative research and educational institution oriented towards engagement in local, regional, and national issues with an active commitment to international collaboration. The university is also involved in sustainable projects offering educational programmes on sustainable cities among others.

Website: www.en.aau.dk


ICLEI – Local Governments for Sustainability ist ein globaler Zusammenschluss von über 1.500 Städten und Metropolen in 86 Ländern mit dem Ziel, die globale Nachhaltigkeit durch lokales Handeln zu fördern. ICLEI beschäftigt rund 300 Fachkräfte für Stadtentwicklung in 17 Sekretariaten und Büros. Die Organisation unterstützt Städte und Regionen dabei, nachhaltig, kohlenstoffarm, belastbar, biologisch vielfältig, ressourceneffizient, produktiv, mobil, intelligent, gesund und glücklich zu werden. Mehr als 20% der städtischen Bevölkerung der Welt profitieren von der Arbeit von ICLEI, deren Umfang und Wirkung global und deren Umsetzung lokal ist.

Website: www.iclei-europe.org


Deutsche Energie-Agentur. Die Agentur ist eine Energieagentur in Deutschland. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 haben sie mehr als 600 Projekte ins Leben gerufen und 150 Mitarbeiter erreicht, von denen 59% Frauen sind. Die Agentur setzt sich für Energieeffizienz, erneuerbare Energiequellen und intelligente Energiesysteme ein, um zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele beizutragen. Gemeinsam mit Partnern aus Politik und Wirtschaft aller Branchen, national und international, entwickeln sie Lösungen und setzen diese um. Sie konzentrieren sich auf Marktinstrumente und innovative Geschäftsmodelle. Creara is a consulting agency focused in the fields of energy efficiency, energy saving, and renewable energy.  The agency vision in terms of energy is twofold: optimization of consumption (energy demand) and greater use of renewable energy sources (energy supply). In this way, Creara contributes to the sustainable and environmentally responsible growth of its clients: companies, organizations, and different public administrations.

Website: www.creara.es


The Latvian Environmental Investment Fund ("der Fonds") ist seit 1997 tätig. Die Aktivitäten des "Fonds" konzentrieren sich auf die Erzielung maximaler Umweltverbesserungen, die Unterstützung kommerzieller Aktivitäten im öffentlichen und privaten Sektor, die Förderung von Finanzierungsmöglichkeiten für Umweltprojekte und die Realisierung von Geschäftsinfrastrukturprojekten. Dieser Fonds arbeitet auch mit Unternehmen, öffentlichen Versorgungsunternehmen, lokalen Behörden, Verbänden und Forschungszentren zusammen, um sein Ziel zu erreichen, die Umsetzung nachhaltigerer Praktiken zu unterstützen.

Website: www.lvif.gov.lv


The Polish National Energy Conservation Agency (KAPE) ist seit 1994 national führend auf dem Gebiet des effizienten Energiemanagements. Mit über 20 Jahren Erfahrung liegt der Schwerpunkt auf den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energiequellen und arbeitet sowohl mit dem öffentlichen als auch mit dem privaten Sektor zusammen. Die Agentur unterstützt Unternehmen, Kommunen, öffentliche Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen durch Beratung, Anleitung und Aufklärung im Bereich der rationellen Energienutzung mit dem Ziel, die besten Standards und Praktiken für eine nachhaltige Entwicklung umzusetzen.

Website: www.kape.gov.pl


The Centre for Sustainable Energy (CSE) mit Sitz in Bristol ist seit 1979 eine unabhängige nationale Wohltätigkeitsorganisation. Der Schwerpunkt des Zentrums liegt auf Beratung, Management, Schulung und Unterstützung innovativer Energieprojekte sowie Forschung und Politikanalyse. Ziel des Zentrums ist es, Wissen und Erfahrungen auszutauschen, um den Menschen dabei zu helfen, ihre Denkweise zu ändern und mit ihrem Energieverbrauch umzugehen. Mit rund 60 verschiedenen aktiven Projekten strebt das CSE eine Welt an, in der Nachhaltigkeit eine Selbstverständlichkeit ist, die CO2-Emissionen auf ein sicheres Niveau gesenkt wurden und die Energiearmut durch Energiegerechtigkeit ersetzt wurde. Die CSE arbeitet mit nationalen, regionalen und lokalen Regierungen sowie assoziierten Agenturen und Unternehmen im Energiesektor zusammen, um die Umwelt- und Erschwinglichkeitsprobleme von Energiedienstleistungen anzugehen.

Website: www.cse.org.uk


Imperial College London ist eine naturwissenschaftliche Universität mit internationalem Ruf für herausragende Leistungen in Lehre und Forschung. Mit mehr als 14.000 Studenten konzentriert sich das Imperial College hauptsächlich auf Wissenschaft, Ingenieurwesen, Medizin und Wirtschaft und engagiert sich für die Entwicklung der nächsten Generation von Forschern, Wissenschaftlern und Akademikern. Das College ist auch an mehreren Nachhaltigkeitsprojekten beteiligt, wie zum Beispiel dem Energy Futures Lab. Dieses Projekt befasst sich unter anderem mit Fragen der nachhaltigen Energieversorgung, der Modellierung und Optimierung von verteilten Energieressourcen, Fernwärmenetzen und wassergekühlten Kühlsystemen.

Website: www.imperial.ac.uk


Testgebiete, Untersuchungsgebiete

Die nachfolgend genannten Pilotstädte wurden aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung mit der Planung von Fernwärmenetzen speziell für die Teilnahme an THERMOS ausgewählt. Wir werden von ihrem umfangreichen Wissen bezüglich der Herausforderungen der Planer von thermischen Netzen profitieren, um eine Software zu entwickeln, in die diese konkreten Erfahrungen eingeflossen sind. Eine detaillierte Untersuchung der Erfahrungen der Pilotstädte wird uns helfen zu verstehen, was die beste Verfahrensweise ist und wie sie andernorts angewandt werden kann.
Nachfolgend finden Sie einige Informationen zu den einzelnen Städten und erfahren, mit welcher Stadt sie jeweils in der Replikationsphase zusammenarbeiten werden. 

 

Pilotstadt    Replikationsstadt    Unterstützt von
Granollers, Spanien Cascais, Portugal CREARA, AAU, ICLEI
Islington, Großbritannien London (GLA), Großbritannien CSE, AAU, ICLEI
Jelgava, Lettland Alba Iulia, Rumänien    CSE, AAU, ICLEI
Warsaw, Polen Berlin (dena), Deutschland KAPE, AAU, ICLEI

Module von THERMOS

Entdecken Sie die Werkzeuge hier:

Weblinks

https://www.thermos-project.eu/de/info/einfuehrung-in-thermos/

https://tool.thermos-project.eu/login?redirect-to=/

zuletzt bearbeitet Januar 2020