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Untergrundspeicherung

Ein Untergrundspeicher dient der Bevorratung flüssiger oder gasförmiger Energieträger oder Rohstoffe in natürlichen oder künstlich geschaffenen Hohlräumen in tief liegenden geologischen Formationen oder Aquiferen. Bei der Speicherung wird häufig das vorhandene Formationswasser verdrängt oder es kommt zu Interaktionen mit dem Grundwasser.

Das Verbringen von Stoffen in den Untergrund auf Dauer und ohne Rückholabsicht (Ablagerung, Deponierung, Sequestrierung, sequestration) wird zu Unrecht gelegentlich auch als 'Speicherung' bezeichnet (CO2-Speicherung).

Bedeutung in der Geothermie

In der Geothermie spielt die Untergrundspeicherung von Wärme eine wichtige Rolle. Es ist die einzige Möglichkeit große Wärmemengen langfristig (saisonal) zu speichern. Diese Art der Speicherung kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, fluktuierende Strombereitstellung aus Erneuerbaren auszugleichen.

Im Zuge der Wärmewende werden heute noch häufig oberirdische Speicher gebaut und betrieben, teilweise als Eisspeicher. Dies geschieht oft, weil die Möglichkeiten der Untergrundspeicherung nicht bekannt sind. Diese ist häufig die wirtschaftlich günstigere Alternative und sollte in jedem Fall zumindest geprüft werden.

Neuerdings sind auch 'Hochtemperaturspeicher' im Gespräch, die dann Temperaturen bereitstellen, aus denen eine thermodynamische Stromproduktion denkbar ist.