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Wasser

Wasser (H2O) ist eine chemische Verbindung aus den Elementen Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H). Wasser ist als Flüssigkeit durchsichtig, weitgehend farb-, geruch- und geschmacklos. Wasser ist die einzige chemische Verbindung auf der Erde, die in der Natur als Flüssigkeit, als Festkörper und als Gas vorkommt. Die Bezeichnung Wasser wird dabei für den flüssigen Aggregatzustand verwendet. Im festen Zustand spricht man von Eis, im gasförmigen Zustand von Wasserdampf. Wasser ist Grundlage des Lebens auf der Erde. 

Wasseranalytik

In der Wasseranalytik unterscheidet man unter anderem folgende Wassertypen:

Wasser in den Geowissenschaften

In den Geowissenschaften haben sich Wissenschaften herausgebildet, die sich besonders mit dem Wasser beschäftigen: die Hydrogeologie, die Hydrologie, die Glaziologie, die Limnologie, die Meteorologie und die Ozeanographie. Besonders interessant für die Geowissenschaften ist, wie Wasser das Landschaftsbild verändert (von kleinen Veränderungen über einen großen Zeitraum bis hin zu Katastrophen, bei denen Wasser innerhalb weniger Stunden ganze Landstriche zerstört), dies geschieht zum Beispiel auf folgende Weisen:

  • Flüsse oder Meere reißen Erdmassen mit sich und geben sie an anderer Stelle wieder ab (Erosion).
  • Durch sich bewegende Gletscher werden ganze Landschaften umgestaltet.
  • Wasser wird von Steinen gespeichert, gefriert in diesen und sprengt die Steine auseinander, weil es sich beim Gefrieren ausdehnt (Frostverwitterung).
  • Durch Dürren werden die natürlichen Ökosysteme stark beeinflusst.

Wasser ist nicht nur ein bedeutender Faktor für die mechanische und chemische Erosion von Gesteinen, sondern auch für die klastische und chemische Sedimentation von Gesteinen. Dadurch entstehen unter anderem Grundwasserleiter.

Auch interessiert Geowissenschaftler die Vorhersage des Wetters und besonders von Regenereignissen (Meteorologie).

Siehe auch: Gewässer, Permafrostboden, Binnenmeer, Binnensee, Teich, Meer, Ozean, Bach, Flussaue

Menge des Wassers auf der Erde

Die Gesamtmenge des Wassers auf der Erde ist weitgehend konstant (abgesehen von minimalen Verlusten in den Weltraum über sehr lange Zeiträume).

Der Wasserkreislauf (Hydrologischer Zyklus)

Die Gesamtwassernge befindet sich in einem Wasserkreislauf, bei dem das Wasser ständig seinen Aggregatzustand (flüssig, fest, gasförmig) und seinen Speicherort (Ozeane, Atmosphäre, Flüsse, Seen, Grundwasser, Eis) wechselt. Es wird dabei nicht verbraucht oder neu gebildet.

Die Hauptprozesse, die dafür sorgen, dass die Menge konstant bleibt, sind:

  • Verdunstung (Evaporation/Transpiration): Wasser steigt als Dampf aus Oberflächengewässern und durch Pflanzen in die Atmosphäre auf.
  • Kondensation: Der Wasserdampf kühlt ab und bildet Wolken.
  • Niederschlag: Das Wasser fällt als Regen, Schnee oder Hagel zur Erde zurück.
  • Abfluss/Versickerung: Das Wasser fließt zurück in die Meere oder versickert als Grundwasser.

Die Verfügbarkeit von nutzbarem Süßwasser für den Menschen und Ökosysteme ist jedoch nicht konstant, da es regional sehr unterschiedlich verteilt ist und sich durch menschliche Nutzung und den Klimawandel verschieben kann.

Verteilung des Wassers

Obwohl die Gesamtmenge konstant ist, ist der größte Teil Salzwasser, und das meiste Süßwasser ist in Eis gebunden:

Speicherort

Anteil an der Gesamtwassermenge (ca.) 

Salzwasser (Ozeane)

97,5 %

Süßwasser gesamt

2,5 %

davon: in Eis gebunden (Gletscher, Polkappen)

70% des Süßwassers

davon: Grundwasser

30% des Süßwassers

davon: Oberflächengewässer (Seen, Flüsse) und Atmosphäre

< 1% des Süßwassers

Bedeutung in der Geothermie

Wasser spielt in der Geothermie eine vielfältige Rolle. Zunächst natürlich als Porenraumfüllung im Untergrund in flüssiger From oder als Gas (Dampf) (Grundwasser), dann aber auch als Arbeitsmittel in verschiedensten Kreisläufen. Beispielsweise als Thermalwasserkreislauf in der Tiefengeothermie oder als Füllung von Erdwärmesonden in der Oberflächennahen Geothermie.

Wasser kommt in der Natur und somit auch in der Geothermie als Eis, flüssiges Wasser und als Wasserdampf vor. Durch Phasenübergänge kann thermische Energie (latente Energie) in großen Mengen befördert werden. In größerer Tiefe und bei hohen Temperaturen kann das Wasser auch überkritisch sein.

Quelle

Teilweise Gemini, überarbeitet

Weblink

https://de.wikipedia.org/wiki/Wasser 

Literatur

Zu Literatur siehe:

zuletzt bearbeitet November 2025, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de