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Wasserspiegel

Als Wasserspiegel bezeichnet man in Geowissenschaft und Technik die geglättete Form einer freien, weitgehend ungestörten Wasserfläche, wie sie sich unter dem Einfluss der Schwerkraft einstellt. Kartographisch dargetsellt wird der Wasserspiegel oft asl Abstand zur Erdoberfläche, als Flurabstand oder Flurabstandskarte.

Wenn außer dem Luftdruck noch andere Kräfte wirken, treten Strömungen und Wellen auf. Durch Mittelung wiederholter Messungen über eine gewisse Zeit kann man die ungestörte Oberfläche bestimmen, die überall normal auf die Lotlinien steht. Bei anspruchsvolleren Aufgaben wird statt der Mittelung eine sogenannte Reduktion der Messdaten vorgenommen, wobei die störenden Kräfte mathematisch zu modellieren sind.

Ein derart geglätteter Wasserspiegel stellt eine Äquipotentialfläche dar, in der kommunizierende Gefäße exakt denselben Wert des Schwerepotentials haben. Davon zu unterscheiden sind die Begriffe „Wasserstand“ (s. unten) und Pegel.

Die betrachtete Wasserfläche kann die Oberfläche von Meeren (siehe Geoid) oder von Binnengewässern sein (Flüsse, größere Bäche, Höhlenwasser). Die Theorie der Äquipotentialflächen gilt aber auch in Laborgläsern oder in Rohrleitungen, wenn sie nicht unter Druck stehen und keine merkliche Adhäsion oder Reibung besitzen. 

Bedeutung in der Geothermie

In der Geothermie wird der Begriff Wassespiegel oft auch synonym zu Grundwasserspiegel verwendet aber beispielsweise auch der Wasserstand in Bohrungen als Wasserspiegel bezeichnet. Insbesondere bei der oberflächennahen Geothermie spielt der Wasserspiegel eine große Rolle, da die Wasserfüllung maßgeblich die thermischen Eigenschaften bestimmt. Zudem können Grundwasserströmungen eine Rolle spielen.

Weblink

https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserspiegel