Wasserwegsamkeit ist ein Fachbegriff aus der Hydrogeologie und beschreibt die Fähigkeit eines Materials (zum Beispiel Gestein oder Boden), Wasser durchzulassen. Es ist ein eher uneinheitlich verwendeter Begriff und wird oft synonym mit Durchlässigkeit oder Permeabilität genutzt.
Die Wasserwegsamkeit hängt stark von den Eigenschaften des Materials ab. Wichtige Faktoren sind:
Porengröße und -verteilung: Wie groß sind die Hohlräume im Gestein oder Boden und wie sind sie miteinander verbunden?
Klüftung und Risse: In Festgesteinen ist die Wasserwegsamkeit oft durch Risse, Klüfte und Fugen bestimmt, die durch mechanische oder chemische Prozesse entstanden sind.
Korngröße und Sortierung: Bei Lockergesteinen wie Sand oder Kies beeinflusst die Größe und Anordnung der Körner, wie gut Wasser hindurchfließen kann.
Ein Material mit hoher Wasserwegsamkeit (z.B. gut sortierter Kies) lässt Wasser leicht durch, während ein Material mit geringer Wasserwegsamkeit (z.B. Ton oder Lehm) den Wasserfluss stark behindert.
Dieses Konzept ist entscheidend für das Verständnis von Grundwasserströmungen, der Bildung von Quellen und der Sickerwasserbewegung im Boden.
Bei der Wegsamkeit oder Durchlässigkeit (Permeabilität) wird zwischen der Wegsamkeit für Wasser (Wasserwegsamkeit) und der für Gase (Gaswegsamkeit) unterschieden.
Diese können sehr unterschiedlich sein und sind insbesondere bei den Gasen auch noch abhängig vom jeweiligen Gas (Beispiele: Methan oder Kohlendioxid oder Wasserdampf). Sie hängen zudem von Druck und Temperatur ab.
Bei Projekten der hydrothermischen Geothermie ist die Wasserwegsamkeit oder Permeabilität neben der Temperatur der maßgebliche Reservoirparameter. Er bestimmt letzlich die Förderrate und damit die mögliche thermische Leistung der Anlage.
Zu Literatur siehe:
zuletzt bearbeitet August 2025, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de