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Bohrdurchmesser

Bei der Oberflächennahen Geothermie muss der Bohrdurchmesser für eine Erdwärmesonde so groß gewählt werden, dass Sonde und Verpressschlauch in das Bohrloch gleiten können und dass genügend Platz für eine abdichtende Verfüllung bleibt. Die Summe der Querschnittsflächen der Sondenrohre und des Verpressschlauches sollte daher insgesamt < 35 % der Fläche des Bohrlochs betragen, damit eine satte Hinterfüllung der Sonde mit einem guten Anschluss an das Gebirge möglich ist.

In der Tiefengeothermie sind Bohrlochdurchmesser meist tiefenabhängig. Es wird mit großen Durchmessern begonnen und dann mit zunehmend kleineren Durchmessern weiter gebohrt.

Durch die Wahl größerer End-Bohrdurchmesser können die bei der Produktion zu überwindenden Strömungswiderstände und somit der Eigenenergiebedarf der Pumpen vermindert werden.

Literatur

Stober I., & Bucher, K.P. 2012. Geothermie. Springer Verlag, Berlin – Heidelberg. S. 71.