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Mikroorganismen

Mikroorganismen (Kleinstlebewesen, ugs. „Mikroben“) sind mikroskopisch kleine Lebewesen (Organismen), die als Einzelwesen mit bloßem Auge meist nicht erkennbar sind. Bei den Mikroorganismen handelt es sich überwiegend um Einzeller, auch einige Mehrzeller entsprechender Größe gehören dazu. Mikroorganismen kommen in verschiedenen Größenordnungen vor.

Einige Mikroorganismen sind etwa für die Ernährung von Bedeutung, andere sind Erreger von Infektionskrankheiten. Beispiele für Mikroorganismen sind die Bakterien (z. B. Milchsäurebakterien), viele Pilze (z. B. die Backhefe), mikroskopische Algen (z. B. Chlorellen, werden u. a. als Nahrungsergänzungsmittel verwendet).

Ob die Viren als Mikroorganismen gelten können, ist abhängig von der Definition, der dem Begriff des „Lebewesens“ zugrundegelegt wird. Viren haben keinen Stoffwechsel, darum werden sie nur dann als Organismen aufgefasst, wenn Stoffwechseltätigkeit nicht Teil der Definition des Lebendigen ist. Die Wissenschaft und die Lehre von den Mikroorganismen ist die Mikrobiologie.

Bedeutung in der Geothermie

In der Tiefengeothermie spielen Mikroorganismen eine größere Rolle als gemeinhin angenommen. Dabei nennt man Organismen, die bei 45 - 80 °C gut existieren können thermophil und solche bei > 80 °C hyperthermophil. Man nimmt an, dass die absolute Obergrenze für Leben jeglicher Art um etwa 150 °C liegt, da bei höheren Temperaturen die DNA (der Träger der Erbinformation) mit so hoher Geschwindigkeit durch Hydrolyse zerfällt, dass jedes aktuell bekannte DNA-Reparatursystem damit überfordert wäre. Der Biozönose in geothermischen Anlagen muss mit geeigneten Mitteln entgegengewirkt werden.

Zuletzt bearbeitet Januar 2020

Weblink

http://de.wikipedia.org/wiki/Mikroorganismen