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Geröll(e) (Geologie)

Marines Geröll aus Lewisian-Gneis auf der schottischen Insel Lewis and Harris. Quelle: Halton

Geröll (zu rollen) besteht aus Steinen, also Gesteinstrümmern, die beim Transport durch Wasser, Erdrutsche, Muren oder sonstige Bodenbewegungen zu Tal bewegt werden und deren Bruchkanten dabei mehr oder weniger abgerundet wurden. Die Größe der Steine liegt überwiegend zwischen 2 und 20 Zentimetern, nach DIN 4022 ist Geröll größer als 63 mm, allgemein zumindest größer als 2 mm (Psephite), Blockgeröll größenmäßig darüber bis Hausgröße. Kleinere Korngrößen nennt man Kies.

Unterscheidung

Prinzipiell unterscheidet man

  • fluviatiles Geröll (Flussgeröll)
    Kleingeröll in einem Flussbett wird als Kies bezeichnet; nahe am Wasser ist seine Bewegung als leises Rieseln oder Singen zu hören. Es bildet oft große Kies- bzw. Schotterbänke, die wegen ihrer gleichmäßigen Zusammensetzung der Korngrößen als wichtige Rohstoffe für das Bauwesen dienen. Einzelne Großblöcke nennt man dort Schroppen. Kleinere Rollsteine bezeichnet man in Süddeutschland und darüber hinaus als Wacken.
  • marines Geröll (Brandungsgeröll)
  • glaziales Geröll: Moränen, Findlinge und Geschiebe
  • Schuttgeröll, die Mischform aus Schutt und Geröll, die sich als Fuß (Talus) rund um Felstürmen, entlang der Felswände und in Karen und Steiltälern anlagert – diese liegen am Schuttgrenzwinkel, frischer Steinbruch kann nicht liegen bleiben und rollt als Steinschlag zu Tal. In sich wird der Talus durch Frostarbeit langsam weiterbewegt.
  • Rieselfluh, durch lockere Erde verbundenes Geröll.
  • pyroklastische Gerölle.

Bedeutung in der Geothermie

Wie andere grobkörnige Lockersedimente haben Gerölle vergleichsweise große Wasserwegsamkeit und sind daher bei Geothermieprojekten grundsätzlich von Interesse.

Weblink

https://de.wikipedia.org/wiki/Ger%C3%B6ll