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Schnitt (Geologie)

Ergebnis einer reflexiosseismischen Messung. 2D-Sektion (Schnitt) aus einem 3D-Datenvolumen. Quelle: Erdwärme Bayern GmbH

Eine Schnittzeichnung, Schnittdarstellung oder auch kurz ein Schnitt (Sektion, section) ist eine Darstellungsform in Zeichnungen. Sie wird auch Risszeichnung oder kurz Riss genannt, wovon sich auch die Begriffe Grundriss und Aufriss (die Ansicht) ableiten. Je nach Schnittebene bezeichnet man die Zeichnungen als Längsschnitt oder Querschnitt (seltener auch den Grundriss als Grundrissschnitt).

Eine Schnittzeichnung dient dazu, verdeckte innenliegende Konturen, Materialien und Strukturen eines Körpers zu zeigen. Gegebenenfalls müssen unterschiedliche Schnitte durch einen Körper gelegt werden, um alle relevanten Einzelheiten in mehreren Schnittflächen darstellen zu können. 

Bedeutung in den Geowissenschaften und in der Geothermie

In der Geologie und damit auch in der Geothermie werden unterirdische Gegebenheiten meist in Schnitten (sections) 2-dimensional dargestellt obgleich sie einem 3-dimensionalen Datensatz oder einem 3-dimensionalen Modell entnommen wurden.

Während früher 2-dimensionale Schnitte erarbeitet und dann zu einem 3D-Bild zusammengesetzt wurden ist es heute meist andersrum. Im Computer liegt ein 3D-Datensatz vor (Seismik) oder es entsteht ein 3D-Modell (Petrel, Gocad), das dann durch vertikale und horizontale Schnitte veranschaulicht wird.

Moderne IT-Technik gesattet es, in Ansätzen diesen einschränkenden Datenzugang zu überwinden, indem man z.B. in Visualisierungen in einem 3D-Datenvolumen 'herumwandern' kann.