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Haftwasser

Haftwasser an Bodenpartikeln. Quelle: DLR.

Haftwasser bezeichnet im Boden entgegen der Schwerkraft gehaltenes Wasser, das in Poren kleiner 10 µm durch die Oberflächenspannung des Wassers haften bleibt. Dies sind grob betrachtet die Mittel- und Feinporen des Bodens.

Zum Haftwasser zählt man das Kapillarwasser, das durch Menisken (konkav gewölbte Wasseroberflächen) gehalten wird, und das Adsorptionswasser, das an der Oberfläche von Bodenpartikeln angelagert ist, ohne Menisken zu bilden. Wasser in Feinporen wird so stark gebunden, dass es von Pflanzen kaum aufgenommen werden kann (Totwasser). Dagegen ist das in den Mittelporen befindliche Wasser pflanzenverfügbar und stellt das Maß für die Wasserfügbarkeit eines Standorts dar (nutzbare Feldkapazität).

Bedeutung für die Geothermie

Das Haftwasser hat mitentscheidenden Einfluss auf physikalische Parameter des Bodens, wie die Wärmeleitfähigkeit und ist damit wichtig für die Oberflächennahe Geothermie besonders beim Einsatz von Erdkollektoren.

Weblink

https://de.wikipedia.org/wiki/Haftwasser 

zuletzt geändert Januar 2020