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Scherspannung

Spannungen an einer fluidgefüllten Kluftfläche. Quelle: Rüter

Die Scherspannung ist eine Komponente des Spannungstensors und beschreibt die Scherkräfte, die an einer gedachten Fläche beliebeiger Orientierung oder an einer konkreten Kluft angreifen um dort eine Scherbewegung (Verschiebung) zu bewirken. Wesentlich ist dabei die Orientierung der Kluft im örtlichen Spannungsfeld.

Eine Schwerbewegung wird allerdings erst dann einsetzen, wenn die Scherspannung entweder die Scherfestigkeit (Schermodul) überschreitet (trockene Scherung), oder wenn an einer konkreten Kluft die Haftreibung gegeben durch Normalspannung und Reibungskoeffizient überschritten wird (Coulomb’sches Kriterium). Hierbei kann die Normalspannung durch einen hydraulischen Kluftinnerndruck (Porendruck) gemindert oder aufgehoben werden (nasse Scherung)