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Sole

Sole (aus spätmittelhochdeutsch sul, sol Salzbrühe) ist eine wässrige Lösung von Salzen, die mindestens 14 g gelöster Stoffe pro 1 kg Wasser enthält. Ursprünglich bezeichnete der Ausdruck nur die Kochsalz-Lösungen, aus denen aus natürlichen Solequellen, in Salinen, Gradierwerken, Salzbergwerken oder am Meersalz gewonnen wurde. Durch Eindampfen an der Sonne (Evaporation) oder Sieden der Sole wird dann Kochsalz gewonnen. Der Begriff Sole wird auch heute noch hauptsächlich für entsprechend konzentrierte Natriumchlorid-Lösungen verwendet.

Sole ist nach dem Bundesberggesetz ein bergfreier Bodenschatz.

Bedeutung in der Geotherme

Die Thermalwässer der Tiefengeothermie können Solen sein. Sie können, insbesondere bei hohen Salzkonzentrationen (bis 300 g/kg) wie im Norddeutschen Becken, physikalisch-chemische Eigenschaften haben, die sich wesentlich von Klarwasser unterscheiden. Dies gilt schon für die deutlich unterschiedliche Dichte, was dafür sorgt, dass sich Grundwasserstockwerke nicht durchmischen.

Die in Tiefensolen gelösten Salze können auch wertvolle Rohstoffe enthalten, beispielsweise Lithium oder Seltene Erden. Diese Rohstoffe erlauben eine zusätzliche stoffliche Nutzung der Thermalwässer (Koproduktion).

Wegen der erhöhten Korrosion sind Solen zudem eine technische Herausforderung.

Weblink

http://de.wikipedia.org/wiki/Sole

zuletzt bearbeitet Februar 2022, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de