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Tunnelgeothermie

Die Tunnelgeothermie ist eine Sonderform des Entzuges geothermischer Energie aus dem Untergrund.

Je nach Tiefe des Tunnels herrschen in diesem Temperaturen, die eine Nutzung des aus dem Tunnel austretenden Wassers oder vom Wasser, das im Tunnel in einem Röhrensystem geführt wurde, zulassen. Als Wärmeübertrager im Tunnel werden meist spezielle vorgefertigte Tübinge eingesetzt. Unter dem Begriff Tunnel können in diesem Zusammenhang alle Arten von eingeerdeten größeren Rohrleitungen verstanden werden, z. B. auch Unterdükerungen.

Vorraussetzung für einen wirtschaftlichen Einsatz ist, dass in der Nähe des Tunnelmundes Verbraucherpotenzial vorhanden ist. In der Regel ist der Einsatz einer Erdwärmepumpe zur Anhebung der Nutztemperaturen notwendig.

Literatur

Barla, M., Di Donna, A., Perino, A.:
Application of energy tunnels to an urban environment. In: Geothermics Nummer () (May 2016), S. 104-113

Bundesamt für Energie & ARGE ZEWI: Gewinnung geothermischer Energie aus dem Vereina-Tunnel: Phase 2. Bern : 1998.

Bundesanstalt für Energiewirtschaft & Visani &Talleri AG: Gewinnung geothermischer Energie aus Tunneln: Gotthard. Bern : 1996.

Kämpfen, E.: Nutzung des geothermischen Energiepotentials im Simplontunnel.
Ecole Polytechnique Fédérale Lausanne /EPFL, 1993.

Loredo, C., Banks, D., Roqueñí, N.: Evaluation of analytical models for heat transfer in mine tunnels. In: Geothermics Nummer 69() (September 2017), S. 153-164

zuletzt bearbeitet Januar 2021, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de