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Erschütterung (Seismik, Seismologie)

Erschütterung oder Erderschütterung (Bodenerschütterung) ist ein vergleichsweise neutraler Begriff für die an einem Erwirkungspunkt (Messpunkt) auftretenden Bodenschwingungen.

Sie können Dauererschütterungen sein oder mehr kurzzeitigen Charakter haben. Bei kurzzeitigen Erschütterungen spricht man (ebenfalls relativ neutral) von einem Ereignis oder Erschütterungsereignis, auch um nicht gleich den Begriff Beben oder Erdbeben verwenden zu müssen, der dann schon angstauslösend wirken kann, auch wenn es sich um kleine unerhebliche Erschütterungen handelt.

Bodenerschütterungen können verschiedene natürliche un künstliche Quellen haben. Beispiele sind

  • Straßenverkehr
  • Bahnverkehr
  • Schiffsverkehr
  • Industrieanlagen
  • Baumaschinen
  • Überschallflugzeuge
  • Steinbruchsprengungen
  • Wind
  • Meeresbrandung
  • Starkregen
  • Erdbeben
  • Induzierte Seismizität.

Erschütterungen werden durch den zeitlichen Verlauf ihrer

  • Bodenbewegung (Schwingweg)
  • Schwinggeschwindigkeit oder
  • Schwingbeschleunigung

beschrieben. Hierbei sind oft die Maximalwerte (z. B. peak ground velocity, PGV) von besonderem Interesse, aber beispielsweise auch der Frequenzinhalt (Spektrum).

Beurteilt wird die Einwirkung von Erschütterungen auf den Menschen und auf Gebäude gemäß DIN 4150.