Mitglied werden Sponsor werden

Kluft

Kluft in einer Brekzie.

Klüfte (engl. joint) oder Kluftflächen sind feine Trennflächen im Gestein bzw. im Gebirge, die durch tektonische Beanspruchung entstehen, aber auch durch diagenetische Prozesse oder Abkühlung (Kontraktion) von Gesteinen.

Die Größenordnung einer Kluft liegt im Bereich von wenigen Millimetern Weite und mehreren Metern Erstreckung. In der Regel findet an den Kluftflächen kein Versatz der getrennten Gesteine statt. Treten jedoch größere Bewegungen entlang der Klüfte auf, so entwickeln sie sich zu Verwerfungen oder Störungen bzw. Störungszonen. Bei seitlicher Öffnung von Klüften reißen Spalten auf. Alternativ wird auch der Begriff Riss (engl. fracture) verwendet.

Bedeutung für die Geothermie

Die Extraktion geothermischer Energie aus Aquiferen ist auf das Vorhandensein von Wasser im Gestein und dessen Beweglichkeit (Wasserwegsamkeit) angewiesen. Bei klastischen Sedimenten wie Sandstein ist das Wasser in den Hohlräumen zwischen den Körnern (Porosität) vorhanden, in anderen Sedimenten, wie Kalkstein existieren derartige Hohlräume nicht, das Wasser kann aber in einer Vielzahl kleiner Klüfte vorhanden sein (Kluftporosität). Eine Wegsamkeit (Permeabilität) ergibt sich erst, wenn diese Hohlräume/ Klüfte untereinander verbunden sind.

Weblink

http://de.wikipedia.org/wiki/Kluft_(Geologie) 

zuletzt bearbeitet Januar 2020